Innovation als Motor des Wachstums

Innovation als Motor des Wachstums

Innovation als Motor des Wachstums


Standpunkt von Dr. Franz Rieger MdL - März 2017


Herr Dr. Rieger, sehen Sie einen Widerspruch zwischen dem Leben konservativer Einstellungen und der Förderung von Innovation?

Das bereits vor vielen Jahren geprägte Bild von "Laptop und Lederhose" ist heute aktueller denn je. Die traditionellen und konservativen Positionen der CSU widersprechen nicht unserem Bestreben nach mehr Wirtschaftswachstum. Ein solches ist nur möglich, wenn wir Innovation und Fortschritt zulassen und unterstützen. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass dieses Wachstum nachhaltig stattfindet und so auch die Grundlage schaffen kann für die Arbeitsplätze von künftigen Generationen. Wir als CSU handeln seit jeher nach der Motivation „Bewährtes erhalten und für neue Wege offen sein“.

Warum fordern Sie gerade im Hinblick auf die Arbeitsplatzsituation mehr Innovation?

Innovation und Fortschritt sind gerade im technischen Bereich zwei der zentralen Bausteine, aus denen der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands und insbesondere Bayerns besteht. Unser Ziel muss sein, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Unternehmen Gewinne nicht nur abschöpfen, sondern auch in Forschung und Entwicklung reinvestieren. Auf lange Sicht müssen Vorsprung und Konkurrenzfähigkeit das Ziel sein, um auch für die Beschäftigten eine weitere Tätigkeit zu sichern.

Die Gründung von jungen Technologieunternehmen wird aktuell viel diskutiert. Was können wir für diese Gründerszene tun?

Der Bereich der Existenzgründungen ist sehr vielfältig und breit gefächert. Wir sollten zunächst einmal ein Bewusstsein dafür schaffen, dass eine traditionelle Existenzgründung in eine selbstständige Tätigkeit und die Gründung eines "start-ups" im Internet-Bereich durchaus verschiedene Angelegenheiten sind und auch verschiedene Bedürfnisse haben.

Allein die Unternehmenskultur ist gerade in modernen Gründungen zur App-Entwicklung oder im Bereich „digitale Medien“ vielmals deutlich anders. Wir müssen auch diesen Bedürfnissen mit Verständnis begegnen und die Gründer und Investoren mit geeigneten Angeboten abholen. Hier sind natürlich vielerorts auch die Gemeinden gefragt, die bereits jetzt schon vereinzelt lokale Gründerzentren ins Leben rufen. Gerade die jungen Programmierer als „Erfinder unserer Zeit“ brauchen meist zu Beginn noch kein eigenes Büro. Sogenannte „co-working-spaces“ können hier Anlaufpunkt und Gelegenheit zum Kontakteknüpfen sein.

Aber auch der Gesetzgeber kann durch Möglichkeiten zur Deregulierung für eine Entlastung sorgen. Gerade im Hinblick auf die notwendigen, aber auch durchaus aufwendigen, bürokratischen Pflichtaufgaben könnte eine weitergehende Digitalisierung mehr Zeit für die Kerntätigkeit bringen. Hier sollten wir stets prüfen, welche ordnungsrechtlichen Möglichkeiten auch im europäischen Umfeld zur Verfügung stehen und welche Freiräume wir gerne einräumen können.

Dr. Franz Rieger MdL

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